Positives Denken, was heißt das eigentlich? Teil 2

Im ersten Teil haben wir uns bereits damit beschäftigt, ob hinter der Theorie des positiven Denkens nicht doch mehr stecken könnte als sich positive Affirmationen zu wiederholen. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass mit positivem Denken auch eine positive Lebenseinstellung gemeint sein könnte, was uns viel weiter hilft als und die Dinge einfach bloß schön zu reden. Doch kann diese Lehre auch noch weiter ausgelegt werden?

Grundsätzlich meinen wir, wir würden positiv denken, wenn wir unsere Wünsche positiv formulieren. Wer sich also mehr Geld wünscht, sagt sich dann „Ich hätte gerne mehr Geld“, statt „Ich will nicht länger arm sein“. Der Gedanke, die Dinge positiv auszudrücken rührt daher, dass wir gelehrt werden, dass das Universum (oder wie auch immer wir den Adressat unserer Wünsche nennen möchten) Wörter wie „nicht“ oder „kein“ nicht verstehen und wir dann genau mehr von dem bekommen, was wir eigentlich nicht wollen.

Allerdings werden immer mehr Stimmen laut, die behaupten, dass allein die positive Formulierung unserer Wünsche nicht viel bringt, wenn wir mit unserem Gefühl auf den vorherrschenden Mangel ausgerichtet sind. Was soll das heißen?
Nehmen wir mal an, beim Anblick der roten Zahlen auf meinem Konto wird mir ganz Angst und Bange. Selbst wenn ich nun in Anbetracht der Lehre des positiven Denkens ständig den Satz „Ich will mehr Geld, ich will mehr Geld!“ vor mir wiederhole, bin ich mit meinem Gefühl auf den Mangel konzentriert. Ich äußere den Wunsch mehr Geld zu haben und bin gleichzeitig gefühlsmäßig auf mein leeres Konto gerichtet. Das fühlt sich sicher alles andere als hoffnungsvoll oder gut an. Überlege ich mir statt dessen, was ich alles mit mehr Geld anfangen würde und ich mir die Erleichterung vorstelle, die mich überkommt, wenn endlich schwarze Zahlen auf dem Kontoauszug zu lesen sind, versetze ich mich in eine positivere Stimmung.

Ich versetze mich also in eine Schwingung der Fülle. Und laut dem Gesetz der Anziehung ziehen wir ja bekanntlich genau das an, was wir schwingungsmäßig ausstrahlen.

Es lohnt sich daher in Zukunft darauf zu achten, dass wir beim formulieren unserer Wünsche nicht nur auf eine positive Formulierung achten, sondern vor allem auch darauf achten, ob wir aus einer Befürchtung heraus wünschen oder aus einer vorfreudigen Erwartung. So macht die Theorie vom positiven Denken wirklich Sinn.

Artikel von Gastautorin Marion Selzer von www.inspiriert-sein.de


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